Dienstag, 1. April 2014

Rezept: Löwenzahnhonig

Seit Jahren schon wollte ich Löwenzahnhonig selbst machen. Die Idee dazu habe ich aus einem Rezeptbuch für Erdbeeren. Natürlich hatte ich zur Blütezeit immer so viel mit der Uni zu tun, sodass ich nie Zeit dafür gefunden habe. Auch dieses Jahr liegen noch ein paar unfertige Berichte auf dem Tisch, aber trotzdem habe ich mir die Zeit genommen und Löwenzahnhonig gekocht.
An sich ist es einfach den leckeren Honig zu kochen, man braucht nur Löwenzahnblüten, Zitronen, Zucker und Wasser. Das sammeln der Löwenzahnblüten ist etwas aufwändig, da man möglichst wenig Grünzeug und schon gar keine Löwenzahnmilch im Honig haben sollte. Außerdem sitzen ja gerne diese schwarzen Käfer auf den gelben Blüten - die sollte man vorher vorsichtig rausschütteln und wegpusten, denn sie mitzukochen ist so gar nicht appetitlich. Am Besten man breitet die Blüten auf einem Küchenkrepp aus, dann kann das ganze Viehzeug entfleuchen.
Der Löwenzahnhonig ist sehr lecker, aber ich werde das Rezept verändern, in der Hoffnung, dass der Geschmack der Löwenzahnblüten stärker rauskommt: Statt die Blüten nur eine halbe Stunde zu kochen, werde ich sie beim nächsten Mal 24 Stunden ziehen lassen. Außerdem ist der Honig etwas zu zäh geworden, sodass ich die Zeiten und das hinzugefügte Wasser angepasst habe.



Hier gibts also das Rezept:


Zutaten für zwei Gläser (~ mittelgroße Marmeladengläser):
  • 100 g Löwenzahnblüten (1-2 Hände voll)
  • 1/2 unbehandelte Zitrone
  • 500 g Zucker
  • 500 ml Wasser


1) Löwenzahn weit ab von Straßen und gespritzten Flächen sammeln.


2) Grüne Teil zum Großteil entfernen und die Blüten nach Käfern usw. absuchen.


3) Zitrone in Scheiben schneiden. Die Blüten und die Zitronenscheiben mit dem Wasser aufkochen und mehrere Stunden (bis zu 24 Stunden) ziehen lassen.


4) Dann die Mischung abseihen (durch ein Sieb gießen) und die Blüten gut ausdrücken.


5) Nun wird Zucker zur Flüssigkeit gegeben und alles aufgekocht. Nehmt einen Topf, der groß genug ist, da die Flüssigkeit gerade gegen Ende der Kochzeit stark hochkochen kann. 
Die Mischung muss nun auf kleiner Flamme weiterköcheln und reduziert werden, solange bis eine honigartige Konsistenz erreicht ist. Je nachdem wir stark die Flüssigkeit kocht, dauert es kürzer oder länger. Auf mittlerer Stufe braucht der Honig etwa eine Stunde. Hier muss man ein bisschen aufpassen, da die Konsistenz des Honigs fester wird, wenn er abkühlt. Daher sollte man gelegentlich eine Gelierprobe machen.

6) Wenn der Honig die richtige Konsistenz erreicht hat, wird er in (abgekochte) Gläser abgefüllt und beschriftet.




Gänseblümchenhonig habe ich im Übrigen auch gemacht. :-) Den Bericht und das Rezept gibt es dann nächste Woche.

Etwas zu zäh - ich hatte Mühe ihn aufs Brötchen zu schmieren.