Freitag, 4. Oktober 2013

Selbstgesuchte Pilze: Schnitzel vom Riesenbovist


 














Alles begann damit, dass eine Freundin meiner Mutter ein paar riesige Pilze fand. Muttili, die ja Ahnung vom Pilze suchen hat und schon seit einigen Jahren im Herbst durch die Wälder streift, befand diese als essbar und schwupps wurden sie mitgenommen. 
Die großen runden Pilze sind Riesenboviste, die relativ gefahrlos gesammelt werden können, da man sie nicht verwechseln kann. Obwohl meine Mutter seit einigen Jahren wieder sammelt, hat sie noch nie Riesenboviste gefunden. Unser Exemplar (das große auf dem Foto) hatte "nur" 600 g, das Exemplar der Freundin meiner Mutter hatte sogar gigantische 2,6 kg.
Heute bin ich zum ersten Mal mit auf die Pilzsuche gegangen. Wir haben drei Riesenboviste gefunden, von denen zwei leider schon schlecht waren. Aber ein kleineres Exemplar war noch in bestem Zustand. Außerdem haben wir Riesenschirmlinge gefunden, die aber im Vergleich zu den Bovisten überhaupt nicht groß aussehen.

Da der große Riesenbovist schon seit einigen Tagen im Kühlschrank lag, haben wir erstmal daraus ein leckeres Abendessen gemacht. Wie ein Wiener Schnitzel werden die Pilze paniert und dann gebraten. Dabei schrumpfen sie etwas, vor allem in der Mitte, daher sollte man den Pilz in dicke Scheiben schneiden. Im Allgemeinen schmecken die panierten Pilze wenig nach Pilz, aber sie sind trotzdem richtig lecker. Je dicker die Schreiben sind, desto mehr schmeckt das Schnitzel nach Pilz, aber es braucht länger zum Braten. Wir haben außerdem zwei Scheiben in Mehl gewendet und einige "pur" gebraten, aber paniert schmeckten sie viel besser. 

Ich freue mich schon auf morgen: Da machen wir von dem Rest der Boviste ein Pilzgericht und die Schirmlinge werden einfach in der Pfanne gebraten.
panierter Riesenbovist
Riesenbovist mehliert und pur gebraten


Kommentare:

  1. Der Bovist und Dein Schnitzel sehen super aus. Ich sehe im Herbst auch öfters Pilze, aber ohne Experten traue ich micht nicht daran. Toll, dass Deine Mutter sich da auskennt.

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    1. Vielen Dank. :-) Hatte bisher auch keine Ahnung vom Pilze suchen, aber jetzt lasse ich mich von meiner Mutter ein bisschen anlernen. Beim Nabu oder manchmal bei der VHS gibt es auch Touren, auf denen man lernen kann welche Pilze und Pflanzen man im Wald sammeln und essen kann.

      Ich kann gut verstehen, dass Du da vorsichtig bist. Ein falscher Hut und vorbei ist es. Daher sammeln wir auch nur Pilze, die man nicht verwechseln kann. Lamellenpilze bleiben bei uns, mit Ausnahme von Riesenschirmlingen, generell stehen, obwohl es hier so viele gibt. Champignons erst recht, weil da die Verwechslungsgefahr mit Knollenblätterpilzen einfach zu groß ist. Wir sammeln eigentlich nur Röhrlinge (Steinpilze, Maronen, Rotfußröhlinge, Hexenröhrlinge), da man die höchstens miteinander verwechseln kann, aber nicht mit giftigen Pilzen.

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