Sonntag, 6. Oktober 2013

Pilzsuche, die zweite: Der Riesensteinpilz und das Pilzgericht vom Riesenbovist

ein paar Infos

















noch im Korb


Am Freitag sind wir direkt wieder losgestiefelt zum Pilze suchen. Diesmal allerdings ging es richtig in den Wald und nicht nur an Wegesrändern entlang. Wir haben richtig "fette Beute" gemacht, aber es war auch etwas anstrengend, da die Pilze natürlich nicht direkt an den Waldwegen wachsen. 
Hauptsächlich haben wir Maronen gefunden, aber auch ein paar Rotfußröhrlinge und zwei Hexenröhrlinge. Letztere sehen zwar giftig aus, sind es aber nicht: Auch wenn sie außen tiefrot sind und das gelbe Fleisch nach dem Anschneiden schlumpfblau anläuft, kann man sie problemlos verzehren.
großer Steinpilz :-) 
Außerdem haben wir noch ein paar Steinpilze gefunden, unter anderem ein gigantisches Exemplar. Dieses lag ziemlich traurig kopfüber in einem Graben. Der Pilz ist durch sein eigenes Gewicht ins Wasser gefallen. Leider konnten wir ihn, obwohl er nicht mal wurmig war, nicht mehr essen, weil es sich so sehr mit Wasser vollgesogen hatte. 
Aber wir haben zum Glück genug andere Pilze gefunden:
Nach dem Putzen und Wegschneiden der wurmigen Teile und ohne den gigantischen Steinpilz mitzurechenen haben wir etwa 700 g Pilze übrig gehabt.

Die Pilze haben wir erstmal eingefroren, weil wir ja noch so viel Riesenbovist und Riesenschirmlinge hatten. Durch das nass-warme Wetter sind an einem Tag sogar noch drei 
neue große Schirmlinge gewachsen. Also hat meine Mutter ein Pilzgericht aus den Resten der 
Riesenbovisten gemacht.
Nach dem Putzen
Das Gericht mit Kräutern und Sahne war wirklich lecker. Der Bovist hat allerdings einen ganz anderen pilzigen Geschmack, als beispielweise Champignons oder Pfifferling. Anders, aber sehr lecker.


Pilzgericht vom Riesenbovist

Achso: Bitte missachtet die schmutzigen Fingernägel auf Bild 3 - wir kamen direkt aus dem Wald und hatten uns die Finger noch nicht richtig gewaschen.

Freitag, 4. Oktober 2013

Selbstgesuchte Pilze: Schnitzel vom Riesenbovist


 














Alles begann damit, dass eine Freundin meiner Mutter ein paar riesige Pilze fand. Muttili, die ja Ahnung vom Pilze suchen hat und schon seit einigen Jahren im Herbst durch die Wälder streift, befand diese als essbar und schwupps wurden sie mitgenommen. 
Die großen runden Pilze sind Riesenboviste, die relativ gefahrlos gesammelt werden können, da man sie nicht verwechseln kann. Obwohl meine Mutter seit einigen Jahren wieder sammelt, hat sie noch nie Riesenboviste gefunden. Unser Exemplar (das große auf dem Foto) hatte "nur" 600 g, das Exemplar der Freundin meiner Mutter hatte sogar gigantische 2,6 kg.
Heute bin ich zum ersten Mal mit auf die Pilzsuche gegangen. Wir haben drei Riesenboviste gefunden, von denen zwei leider schon schlecht waren. Aber ein kleineres Exemplar war noch in bestem Zustand. Außerdem haben wir Riesenschirmlinge gefunden, die aber im Vergleich zu den Bovisten überhaupt nicht groß aussehen.

Da der große Riesenbovist schon seit einigen Tagen im Kühlschrank lag, haben wir erstmal daraus ein leckeres Abendessen gemacht. Wie ein Wiener Schnitzel werden die Pilze paniert und dann gebraten. Dabei schrumpfen sie etwas, vor allem in der Mitte, daher sollte man den Pilz in dicke Scheiben schneiden. Im Allgemeinen schmecken die panierten Pilze wenig nach Pilz, aber sie sind trotzdem richtig lecker. Je dicker die Schreiben sind, desto mehr schmeckt das Schnitzel nach Pilz, aber es braucht länger zum Braten. Wir haben außerdem zwei Scheiben in Mehl gewendet und einige "pur" gebraten, aber paniert schmeckten sie viel besser. 

Ich freue mich schon auf morgen: Da machen wir von dem Rest der Boviste ein Pilzgericht und die Schirmlinge werden einfach in der Pfanne gebraten.
panierter Riesenbovist
Riesenbovist mehliert und pur gebraten