Dienstag, 18. Juni 2013

Testbericht: Sushi-Restaurant Sushiou IV in Köln

Meine Schwester und ich gehen ein paar Mal im Jahr zum Sushi-All-you-can-eat. Als arme Studenten können wir uns Sushi nicht oft leisten, daher machen wir dann immer All-you-can-eat, sodass wir uns durch die ganze Palette futtern können.
Bisher haben wir schon zwei andere Restaurants in Köln (Sushi Am Ring, Shokudo) ausprobiert, aber ich habe immer vergessen eine Kamera mitzunehmen. Falls wir dort noch einmal hingehen, werde ich an die Kamera denken und berichten. Vorweg sei gesagt, dass ich die beiden Restaurants sehr empfehlen kann.

Dieses Mal waren wir im Sushiou IV, weil wir uns einiges vom japanischen Grill versprachen. Das Restaurant ist in einem Industriegebiet gelegen, aber recht gut mit der U-Bahn (Haltestelle Ulrepforte) zu erreichen:

SUSHIOU IV
Bonnerwall 39-41
50677 Köln
http://www.sushiou.de/

Das Ambiente ist recht schlicht und hell - wir haben uns dort wohlgefühlt. Aber an die Gemütlichkeit vom Sushi Am Ring kommt nichts ran. Die Bedienung war freundlich und fragte regelmäßig, ob wir noch Wünsche haben.
Wenn man AYCE ( 24,99 €) macht, kann man neben dem Sushi vom Band aus einer Liste von Vorspeisen und Grillgerichten wählen sowie zwischen drei Desserts. Zum Essen haben wir Asahi- und Kirin-Beer getrunken (Getränke werden extra abgerechnet).
Und dann ging's los: Der Sushi Train bietet eine große Auswahl an Sushi, v. a. viele verschiedene Maki und Uramaki, einige Nigiri und wenige Gunkan Maki und Tempura Sushi, aber wie beim AYCE üblich nicht die ganze Auswahl der normalen Karte. Neben Sushi gibt es Seetangsalat, gefüllte Teigtaschen, Tori Karaage (gebackenes Huhn) und (ganz wichtig) Edamame. Und Bonbons gab es auch. Das wirkte irgendwie unpassend.
Das Sushi war wirklich sehr lecker. Da wir schon unsere Geschmäcker kennen, haben wir nicht wirklich alle probiert, sondern hauptsächlich Sushi mit Lachs, Avocado, Surimi und Thunfisch bestellt. Das beste Sushi des Abends seht ihr auf dem größeren Bild rechts. Leider entsprach keine der Beschreibungen auf der Karte dieser genialen Kombination aus Fisch (wahrsch. Lachs), Avocado und Soße. Bisher habe ich kein Sushi gegessen, dass so cremig war - ja cremig. Wahnsinn. Im Allgemeinen war das Sushi wirklich lecker. Es war zum Teil nur manchmal etwas zu locker gerollt, sodass das Verspeisen gerade großer Rollen - der Futo Maki beispielweise - etwas schwierig war.




Außerdem haben wir natürlich was vom japanischen Grill bestellt: Hähnchen, Wachtel, Lachs, Tintenfisch und Garnele. Bis die Bestellung fertig ist, braucht es etwa 20 bis 30 Minuten. Es war im Großen und Ganzen schmackhaft und sehr hübsch angerichtet, nur der Tintenfisch war leider gar nicht lecker. Er war hart und trocken. Die anderen bestellten Sachen waren zwar recht lecker und auch in der Konsistenz schön, aber wirklich überragend waren sie auch wieder nicht.

Vom japanischen Grill: Hähnchen
Vom japanischen Grill: Wachtel


Vom japanischen Grill: Garnele
Vom japanischen Grill: Tintenfisch

An dem Abend (Donnerstag) waren zunächst auch einige andere Personengruppen da, aber voll war es nicht. Gegen 21:30 Uhr waren wir schließlich die Letzten und das hatte einen entscheidenden Nachteil: Es wurde kein frisches Sushi mehr aufgelegt, sodass nur noch ganz schlichte Rollen auf dem Train waren und diese Runde um Runde fuhren. Daher sind wir zum Nachtisch übergegangen. Der war sehr lecker und erinnerte ein bisschen an sehr flüssigen Milchreis.

Nachspeise mit Bohnen und Kokos

Fazit: Das Sushi dort ist wirklich lecker, die Auswahl ist groß und die Bedienung freundlich. Preislich ist das Ganze noch im Rahmen und vergleichbar mit dem Sushi Am Ring in Köln (viel günstiger und auch lecker ist allerdings im Shokudo). Günstig ist es also nicht.
Schade fanden wir, dass es schon recht früh leer wurde und kein frisches Sushi aufgelegt wurde. So wurden die Teigtaschen unter den Plastikhauben schnell pappig und die Edamame waren aus. Der Abend war also etwas kürzer als geplant - wir lassen uns gerne viel Zeit und reizen die Öffnungszeiten aus. Außerdem war der Grill zwar ganz nett, aber nicht überragend. Unserer Meinung nach war die Atmosphäre dort zwar schön und das Sushi war lecker, aber für den Preis und im Vergleich zu den anderen Restaurants, die wir bisher besucht haben, gab es dort weniger andere, wirklich gute Gerichte neben dem Sushi.
Daher werden wir beim nächsten Mal wieder zum Sushi Am Ring oder zum Shokudo gehen.

Dienstag, 11. Juni 2013

Rezept: Giggle-Pot

Für das heutige Mittagessen wollte ich ein neues Rezept ausprobieren. Dafür habe ich das Ox-Kochbuch auf irgendeiner Seite aufgeschlagen und gekocht, was ich als erstes gesehen habe. Es war der Giggle-Pot - ein Kichererbsenseintopf - und dieser war auch wie erwartet sehr lecker. Dieser Zufall kam mir sehr zugegen, da ich Eintöpfe liebe. Optisch sind sie zwar oft nicht der Hit, aber sonst immer so lecker.
Das Rezept habe ich etwas abgeändert, da es nicht alle Zutaten im Laden gab: Zucchini waren ausverkauft, daher habe ich stattdessen eine Aubergine verwendet. Kichererbsen gab es nicht in 250 g Dosen, sondern nur in gigantischen Konserven, daher habe ich Hummus verwendet. Durch das Hummus und die Auberginen wird das Ganze weniger "gemüsig" als schön cremig. Außerdem habe ich noch Chili hinzugefügt, damit es etwas scharf wird.


Also hier ist das Rezept (für vier Teller):

  • 300g Kartoffeln  
  • 2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 El Öl
  • 1/2 l Gemüsebrühe
  • 1 Dose Hummus (330g) oder 250g (Abtropfgewicht) Kichererbsen aus der Dose oder Kichererbsen selber kochen (dauert aber lange)
  • 1 rote Paprika
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Tl gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 große Dose geschälte Tomaten
  • 1 Aubergine (oder 2 kleine Zucchini)
  • Chili (optional)


1. Kartoffeln schälen und grob würfeln. Paprika waschen und in etwas gröbere Stücke schneiden.
Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln waschen, welke Weile entfernen und in Ringe schneiden.

2. Frühlingszwiebeln und Knoblauch im Öl andünsten. Gemüsebrühe, Hummus, Paprika, Kartoffeln, grob zerkleinerte Dosentomaten mitsamt Flüssigkeit, Kümmel, Salz und Pfeffer dazugeben. Alles 20 Minuten leicht köcheln lassen.

3. Währenddessen die Aubergine vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Nach den 20 Minuten die Aubeginen dazu geben und kochen lassen bis sie gar sind (weitere 10 bis 15 Minuten). Wer's scharf mag, darf jetzt noch ordentlich Chili hinzufügen. Fertig.


4. Essen!!!









Freitag, 7. Juni 2013

(Test-) Bericht: Restaurant Rosin




Vorspeise: Gedämpfter Knusper-Ferkelbauch
mit Açorda und Peperonata
Vor einigen Tagen war ich mit Herrn V. anlässlich seines Geburtstages Abends im Restaurant Rosin in Wulfen. Von diesem außergewöhnlichen Erlebnis würde ich gerne berichten - allerdings ist das hier nur bedingt ein Testbericht, da ich bisher in keinem Restaurant mit ähnlichem Niveau war. Zwar bin ich des Öfteren schon in Lokalen mit gehobenem Niveau gewesen, aber bisher in keinem mit zwei Michelinsternen. Vorab kann ich schon mal sagen, dass die Gerichte dort wirklich vorzüglich sind. Außerdem habe ich keine Fotos gemacht, da es mir der Stimmung nicht angemessen schien und ich mich wirklich nur auf das Essen konzentrieren wollte. Im Nachhinein habe ich aus der Erinnerung ein paar Skizzen angefertigt, die das Essen des Abends illustrieren.
Und das ist schon etwas Anderes, als das Übliche: Es beginnt direkt beim Service. Sobald man vor dem Restaurant steht, wird die Tür geöffnet und ein Ober bittet die Gäste direkt hinein und man wird zu seinem Tisch geführt, wenn man reserviert hat. Nach jedem Gang wird neues Besteck gedeckt usw. Das Ganze ist schon sehr förmlich - es gehört sich wahrscheinlich bei einem Restaurant dieser Klasse einfach so. An sich war es dort sehr leer (acht Gäste) -  das mag aber an dem Wochentag gelegen haben.

Sobald man am Tisch sitzt, wird nach einem Aperitif gefragt: Wir haben uns für Champanger entschieden. Da uns direkt aus einer frisch geöffneten Flasche eingeschenkt wurde, dachte ich zunächst wir hätten automatisch eine ganze Flasche Champanger bestellt (zumal auch das danach bestellte Wasser direkt aus einer Flasche einschenkt wurde). Dem war nicht so und das war auch ganz gut. Denn der Champanger hat zwar wirklich fantastisch geschmeckt, aber das wäre auch sehr, sehr teuer gewesen. (Im Restaurant Rosin gibt es soweit es mir ersichtlich war keine Getränkekarten, d. h. man weiß nicht, was der ganze Spaß kostet. Aber eigentlich sollte man in so einem Restaurant nicht auf den letzten Pfennig achten.)
Hauptgang: Milchfleisch vom Lamm und Kalb
mit Topinambur und französischem Sommertrüffel

Vor der Speisekarte braucht man übrigens gar keine Angst z. B. vor unbekannten Begriffen haben: Bevor bestellt wird, erzählt einer der Kellner etwas zu jedem Gericht auf der Karte. Außerdem muss man seine Wahl nicht direkt treffen, sondern man kann Gericht für Gericht bestellen und immer "aussteigen", falls man satt ist.
Die Karte ist sehr klein und nichts für Vegetarier. Das Prinzip ist folgendes: Auf der linken Seite finden sich die sogenannten "Schmackofatze". Sie werden nicht mitbestellt, sondern quasi als Gruß aus der Kücheüber den Abend verteilt  serviert. Dann kann man das eigentliche Menü aus Vorspeisen, Hauptspeisen und Dessert direkt ganz oder in Schritten bestellen. Wir haben uns für ein 3-Gang-Menü entschieden, aber alles nach und nach bestellt.

Ich habe folgende Gerichte gewählt:
  • Gedämpfter Knusper-Ferkelbauch mit Acorda und Peperonata
  • Milchfleisch vom Lamm und Kalb mit Topinambur und französischem Sommertrüffel
  • Gravensteiner Apfeltarte und Marshmallow mit gefrorener Karotte und Vanilletopfen

Als "Schmackofatze" wurden serviert:
  •  Heimischer Spargel mit Königslachs und Sashimiaromen
  •  Pizzetti auf Auberginen-Kaviar
  • Dreierlei von der eingemachten Sommerkirsche

Dessert: Gravensteiner Apfeltarte und Marshmallow
mit gefrorener Karotte und Vanilletopfen
Es fällt mir schwer, dieses Erlebnis in geeignete Worte zu fassen. Als erstes fällt auf, dass die Portionen sehr klein sind, gerade zu klischeehaft klein (wie man es aus Satiren kennt). Aber man soll sich hier schließlich nicht vollfressen, um es vulgär zu sagen, sondern den besonderen Geschmack genießen. Außerdem kommen ja noch die drei "Schmackofatze" dazu und der üppige Brotkorb mit sechs verschiedenen Buttersorten (Ziegenmilchbutter, Gewürzbutter, Kräuterbutter, Fruchtbutter usw.; das Foto eines anderen Testers findet ihr hier). Ich bin also, trotz des winzigen Mittagessens zuvor, nicht hungrig aus dem Restaurant Rosin heraus gegangen.
Geschmacklich kann ich nur sagen, dass es einfach lecker war. Ich esse ja eigentlich (wenige Ausnahmen gibt es in manchen Restaurants) kein Fisch, geräucherten Schinken, Lamm-, Rind- und Schweinefleisch. Ich mag einfach den Geschmack und oft die Konsistenz nicht. Aber hier war das Fleisch so lecker, obwohl es auch seinen Fleischgeschmack behalten hat. Es war zart und saftig - so zart, dass es auf der Gabel zerfiel und auf der Zunge zerging. Auch der Lachs und der geräucherte Schinken der "Schmackofatze" waren wirklich lecker. Da war es fast ein bisschen schade, dass die Stücke so klein waren (etwa 3 x 3 x 3 cm).
Die "Beilagen" wie drei gefüllten Cannelloni (von der Größe eines halben, kleinen Fingers) oder das Basilikumpesto waren wirklich fein, aber im Wesentlichen war doch das Fleisch aus meiner Sicht wirklich bemerkenswert.
Schmackofatz 3: Dreierlei von der eingemachten Sommerkirsche
Auch das Dessert war delikat: Die Apfeltarte war jedoch recht schlicht im Vergleich zum Karotten-Ingwer-Eis, welches einfach sehr stimmig war. Eines der Marshmallows wurde mit Blattgold serviert. Optisch ein absolutes Highlight. Die geschmackliche Krönung war aber der Vanilletopfen (etwa 1 Tl gab es) in einer knusprigen Hülle - da hätte ich mich reinlegen können - fa-bel-haft. (Von Herr V. weiß ich aber auch, dass das Parmesan-Eis sehr gut gewesen sein muss.)
Von den "Schmakofatzen" möchte ich noch letzteren erwähnen: Auf knusprigem Keks als Würfel serviert findet sich mehrere Kirsch-Gelee-/-Marmeladen-Schichten und als Decke eine sehr intensiv schmeckende Schokoladenschicht mit silbrigem Überzug. Der Würfel steht in einer Kirschsoße. Obendrauf liegt eine winzige Kirsche und eine Spirale aus rosafarbenem Zucker. Die Kombination aus Keks, Kirsche und Schokolade ist wirklich sehr zu empfehlen.
Und es ist natürlich alles wunderschön angerichtet.

Nun habe ich nicht jede Komponente des Menüs und der Gerichte einzeln beschrieben und auch wahrscheinlich nicht so, wie es bei Kritiken solcher Restaurants üblich ist. Aber darum ging es mir auch gar nicht. Mich hat erstaunt, dass dort so gut gekocht wurde, dass ich das Fleisch sogar dem Gemüse vorgezogen hätte. In meinem ganzen Leben habe ich noch kein vergleichbares Fleisch probiert (ich probiere es ja immer wieder). Ich kann nur jedem empfehlen dieses Restaurant zu probieren, auch wenn es ein teures Vergnügen ist. Wir haben für zwei Personen 185 € bezahlt und das ohne Weinbegleitung. Bevor ich also mein Studium nicht abgeschlossen habe, werde ich mir das nicht noch einmal leisten können. Danach hoffentlich schon.

Im Übrigen war sogar der Chef persönlich im Hause und hat die Gäste einzeln begrüßt.


persönliche Karte
Restaurant Rosin
Hervester Strasse 18
46286 Dorsten-Wulfen

www.frankrosin.de

Montag, 3. Juni 2013

Rezept: Ox-Quiche

Am Wochenende war ich bei meiner Mutter zu besuch. Meine Schwester war auch da und ich dachte ich koch' uns was schönes. Ich habe mein neues (altes) Ox-Kochbuch mitgenommen und Muttern durfte das Rezept aussuchen: Es wurde die Ox-Quiche. Dazu gab es Salat. Die Quiche ist wirklich lecker, sodass ich euch das Rezept nicht vorenthalten möchte. Wer gerne Fleisch mag, kann noch gebratenes Hackfleisch zur Mischung geben.








für eine Form mit ⌀26 cm / etwa 6 Portionen:      
für den Teig: 
  • 200g Mehl
  • 120g Butter
  • 3 El Wasser
  • 1/2 Tl Salz

für die Füllung:
  • 3-4 große Möhren
  • 1 Brokkoli (500 g)
  • 1 Zucchini
Schritt 3
für die Sauce:
  • 1 Becher Schmand
  • 4 gehäufte El 8-Kräutermischung (TK)
  • 3 Eier
  • Salz
  • Pfeffer

  • geriebener Käse
Schritt 4

1. Die Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mit der Hand verkneten. Dann in Frischhaltefolie einwickeln und für eine halbe Stunde ab in den Kühlschrank.

2. Währenddessen könnte ihr das Gemüse vorbereiten. Die Möhren 
in 4 cm große Stücke schneiden und dann vierteln. Zucchini in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Brokkoliröschen abschneiden und waschen. Alles bissfest kochen (ja nach Gemüse 5 bis 7 Minuten).


3. Für die Soße: Alle Zutaten zusammenrühren und nicht bei Salz und Pfeffer sparen.
Schritt 5

4. Teig aus dem Kühlschrank holen und in eine gefettete Springform oder Tarteform drücken. Der Teig sollte am Rand mindestens 2 cm hoch sein, da es sehr viel Soße gibt.

5. Backofen vorheizen. Gemüse in der Form verteilen und etwas andrücken.

6. Soße drübergießen und mit Käse bestreuen.

7. Bei 200 °C für 35 Minuten in den vorgeheizten Backofen. Wenn der Käse braun ist, sollte die Quiche gar sein.
Schritt 6

(8. Wenn ihr eine Springform benutzt, vor dem öffnen der Form kurz den Teig mit einem Messer anlösen, damit die Quiche nicht aufreißt.)





Fertig!