Dienstag, 31. Dezember 2013

Weihnachtsdessert 2013 mit Mohn, Pflaumen und Frischkäse

Ich habe dieses Weihnachten den Nachtisch vorbereitet. In einer der Sweet-Dreams-Ausgaben
(3/2013), die ich besitze, gab es ein sehr aufwändiges Rezept mit Mohn, dass ich schon seit einiger Zeit ausprobieren wollte.
Mit ein paar Vereinfachungen (ohne Glasur, ohne das Einfrieren der einzelnen Schichten und in einfachen Muffinformen, nicht in Halbkugeln) habe das dann auch gemacht.

Außerdem haben wir das Dessert einmal wie es im Rezept steht gefroren verspeißt, das andere Mal kühlschrankkalt. Unser Fazit war, dass es gefroren zu kalt und zu hart ist. Das Dessert aus dem Kühlschrank war uns nicht kalt genug. Beim nächsten Mal, werden wir es einfach vor dem Servieren etwa eine Stunde in den Eisschrank stellen.

Da es wirklich lecker war, gibt es hier das Rezept. Ihr solltet euch im Vorfeld entscheiden, ob ihr einen Schichtnachtisch (ist einfacher und geht schneller (etwa 2 Stunden)) draus machen wolltet, oder Törtchen (ist aufwändiger und dauert länger (12 - 15 Stunden)) so wie ihr sie auf dem Foto seht. Ich habe im Text farbig markiert, welche Anweisung zu welcher "Serviermöglichkeit" gehört. Ich hoffe, es ist alles verständlich.


Zutaten für 12 muffingroße Portionen:


Für den Mohnbiskuitboden:
Sweet-Dreams-Ausgabe 3/2013
  •  150 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 2 cl brauner Rum
  • 2 Msp Salz
  • 6 Eigelb
  • 6 Eiweiß
  • 150 g gemahlener Mohn
  • 30 g Mehl
Für das Pflaumenkompott-Gelee:
  • 10 Pflaumen(Zwetschgen)
  • 2 Zimtstangen
  • 2 Sternanis
  • 2 Nelken
  • Saft von 1/2 Zitronen
  •  3 Blatt Gelatine
    Serviervorschlag aus der Sweet Dreams
Für die Mohnfrischkäsecreme:
  • 100 g weiße Schokolade
  • 125 ml Milch
  • 2 Eigelb
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Blatt Gelatine
  •  250 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
  • 40 ml Limettensaft
  • 40 g gemahlener Mohn
  • 200g Sahne
Für die Mohn-Sesam-Hippen:
  • 30 g Butter
  • 45 g Puderzucker
  • 15 g Mehl
  • 10 ml Orangensaft
  • 8 g gemahlener Mohn
  • 30 g Sesam

1. Für das Kompott: Pflaumen entsteinen, achteln. Mit 400 ml Wasser, Zitronensaft und den Gewürzen in einen Topf geben und etwa 15 Minuten köcheln lassen. Danach Gewürze entfernen und mit einem Mixer grob pürieren oder die Plaumen von Hand hacken und danach wieder zurück in den Topf geben. Gelatine einweichen und im Pflaumenkompott auflösen. Den Pflaumenkompott nun für 1 bis 2 Stunden in den Kühlschrank stellen (es muss so fest werden, dass es sich löffelweise auf den Boden setzten lässt und nicht verläuft).


2. Mohnfrischkäsecreme: Gelatine einweichen und Schokolade klein hacken. Eigelbe, Zucker und Salz in einer Schüssel cremig verrühren. Milch aufkochen, zur Eiermasse geben und glattrühren. Die Masse in einen Topf geben unter ständigem Rühren bei etwa 80 °C eindicken lassen. Jetzt die Gelatine in der Masse auflösen, dann die gehackte Schokolade. Schließlich Mohn, Limettensaft und Frischkäse unter die warme Creme rühren. Wenn das Dessert als Törtchen serviert werden soll, die Creme in Muffinformen füllen und etwas stehen lassen, damit sie etwas fester wird.


3. Mohnbiskuit: Butter, 160 g Zucker, Rum, Salz schaumig schlagen. Eigelbe unterrühren. Das Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen und unter die Buttermasse heben. Mohn und Mehl unter die Masse heben. Die Masse in eine große, flache Form gießen (z. B. 25 x 40 cm). Wählt die Form so, dass später mit einem Glas passende Kreise ausgestochen werden können.
Den Boden nun bei 190 °C (Umluft 170 ) 15 bis 20 Minuten backen. Danach auskühlen lassen und ausstechen.


4. Das Zusammensetzen:

Entweder als Törtchen: Auf die Mohnfrischkäsecreme in den Muffinformen eine guten Teelöffel des Pflaumenkompottgelees positionieren und etwas eindrücken. Dann je einen ausgestochenen Mohnbiskuitboden drauflegen. Jetzt wird das Ganze eingefroren (am besten über Nacht), denn sonst bekommt man es nicht mehr aus der Form hinaus.
Ist das Ganze duchgefroren, wird es aus dem Gefrierfach genommen, kurz mit sehr heißem Wasser angetaut und vorsichtig aus der Form gestürzt. Danach im Kühlschrank langsam auftauen lassen.
Vor dem Servieren etwa eine Stunde ins Gefrierfach stellen.

Oder als Schichtdessert: Biskuitboden in grobe Stücke teilen und in 12 Schälchen oder einer großen Schüssel auf dem Boden verteilen. Pflaumenkompott über dem Teig verteilen. Frischkäsecreme drüber geben und glatt streichen. Eine Stunde vor dem Servieren ins Gefrierfach stellen.

5. Die  Mohn-Sesam-Hippen:

Butter schmelzen und Puderzucker, Mehl, Orangensaft, gemahlener Mohn und Sesam hinzufügen. Die Masse etwa 1 Stunde im Kühlschrank erkalten lassen. Nun winzige Nocken von etwa 3 Gramm abstechen. Mit großem Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backbleck geben. Bei 200 °C 4-5 Minuten gold-gelb backen, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen, damit sie hart werden.

5. Das Servieren:

Das Dessert aus dem Gefrierfach nehmen. Mohn-Sesam-Hippen in die Törtchen bzw. die Schälchen stecken stecken. Den Rest vom Kompott erwärmen, drüberlaufen lassen und mit etwas Mohn verzieren. Fertig! :-)



Montag, 30. Dezember 2013

Lebkuchenhäuschen Weihnachten 2013

Mit Schrecken ( wie eigentlich jedes Mal) wurde mir mal wieder klar, wie lange ich nichts geschrieben habe. Das Praxissemester ist doch ziemlich anstrengend, aber es macht auch viel Spaß. Jetzt sind ja zum Glück Ferien und ich habe Zeit ein bisschen zu schreiben. Da ich nicht viel gebacken bekommen habe in den vergangenen Monaten schreibe ich ein bisschen über das Weihnachtsfutter. Also ich kümmer mich meistens um den Süßkram. Da ich in den letzten Jahren nicht so viel Zeit hatte, backt aber auch Muttili wieder mehr.

Zunächst möchte ich euch also die Lebkuchen-Häuschen zeigen, die ich an Weihnachten manchmal verschenke. Das wollte ich eigentlich auch schon letztes Jahr zeigen, aber ich habe vergessen Fotos zu machen. Auch dieses Jahr habe ich es fast verschlafen - die Häuschen waren also schon eingepackt und die Zeit hat leider nicht für hübsch arrangierte Fotos gerreicht. Aber ein paar Fotos von "unterm Tannebaum" waren aber noch drin.

Ich mache meine Lebkuchenhäuschen immer selbst. Eigentlich sind sie recht einfach zu bauen und ein schönes, individuelles Geschenk. Es dauert immer nur ein bisschen bis alle Süßigkeiten dran geklebt sind und der Zuckerguss getrocknet ist. Am Besten lässt man das Ganze also einen Tag trocknen. Ich benutze immer folgende Einzelteile:


Man muss nicht nur Nurdachhäuser machen, aber normale Häuser werden so groß und die Beschenkten gar nicht gegen die Masse von Lebkuchen ankommen. ;-)
Ich benutze immer einen festen Lebkuchenteig, aber man kann auch Brownieteig verwenden (dann muss man aber viel dickere Wände machen).



Hier ist eine kurze Anleitung:


1. Einen festen Lebkuchenteig für Lebkuchenhäuschen ansetzten (im Internet gibt's ganz viele Rezepte dafür).

2. Schablonen aus Papier ausschneiden. Diese auf den kalten Teig legen und die Teigstücke ausschneiden (man kann die Stücke auch aus einer gebackenen Platte ausschneiden, aber dann bleibt oft so viel übrig).

3. Lebkuchenstücke im Backofen fertig backen. Die Stücke aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und die Kanten wieder gerade schneiden (der Teig geht im Ofen ja etwas auf). Außerdem die Dachplatten an der oberen Kante schräg anschneiden, sodass sie auf die Seitenteile passt. Schornstein schnitzen sowie Tannenbäume zur Deko ausstechen.

4. Einzelteile zusammensetzen. Dafür mischt man viel Puderzucker vorsichtig mit ein paar Tropfen Wasser, sodass eine ganz klebrige, zähe Zuckermasse entsteht. Sie darf nicht zu flüssig sein, sonst kleben die Lebkuchenstücke nicht aneinander. Die Platten nur zusammenbauen, wenn sie ganz kalt sind. Sonst ist der Teig nämlich zu weich. Jetzt muss das Haus erstmal trocknen. Ggf. mit Zahnstochern fixieren.

5. Tür mit flüssiger Schokolade aufmalen. Jetzt allen möglichen Süßkram mit der Zuckemaße festkleben: Selbstgebackene Kekse, Weingummi, Smarties, Marzipan, Rocher und co., Schokolade, Nüsse, Pralinen...usw. Watte auf den Schornstein kleben (sieht man bei mir in der Geschenkfolie gar nicht). Und natürlich trocknen lassen.

6. Optional: Die Eiszapfen. Dafür braucht man ein bisschen Gefühl und muss vielleicht etwas rumprobieren. Die Masse aus Puderzucker und Wasser muss genau die richtige Konsistenz haben: Sie muss flüssig genug sein, um am Löffel einen Zapfen/Tropfen zu bilden, darf aber nicht so flüssig sein, dass dieser abfällt. (Am Besten ein Dessertschälchen halb mit Puderzucker füllen und dann Tropfen für Tropen mit Wasser mischen.) Dann muss dieser Zapfen vorsichtig an der Dachkante befestigt werden. Und auch jetzt wieder trockenen lassen.

7. Mit Puderzucker "beschneien", verpacken und verschenken.

oder: Selbst vernaschen! :-)

Sonntag, 6. Oktober 2013

Pilzsuche, die zweite: Der Riesensteinpilz und das Pilzgericht vom Riesenbovist

ein paar Infos

















noch im Korb


Am Freitag sind wir direkt wieder losgestiefelt zum Pilze suchen. Diesmal allerdings ging es richtig in den Wald und nicht nur an Wegesrändern entlang. Wir haben richtig "fette Beute" gemacht, aber es war auch etwas anstrengend, da die Pilze natürlich nicht direkt an den Waldwegen wachsen. 
Hauptsächlich haben wir Maronen gefunden, aber auch ein paar Rotfußröhrlinge und zwei Hexenröhrlinge. Letztere sehen zwar giftig aus, sind es aber nicht: Auch wenn sie außen tiefrot sind und das gelbe Fleisch nach dem Anschneiden schlumpfblau anläuft, kann man sie problemlos verzehren.
großer Steinpilz :-) 
Außerdem haben wir noch ein paar Steinpilze gefunden, unter anderem ein gigantisches Exemplar. Dieses lag ziemlich traurig kopfüber in einem Graben. Der Pilz ist durch sein eigenes Gewicht ins Wasser gefallen. Leider konnten wir ihn, obwohl er nicht mal wurmig war, nicht mehr essen, weil es sich so sehr mit Wasser vollgesogen hatte. 
Aber wir haben zum Glück genug andere Pilze gefunden:
Nach dem Putzen und Wegschneiden der wurmigen Teile und ohne den gigantischen Steinpilz mitzurechenen haben wir etwa 700 g Pilze übrig gehabt.

Die Pilze haben wir erstmal eingefroren, weil wir ja noch so viel Riesenbovist und Riesenschirmlinge hatten. Durch das nass-warme Wetter sind an einem Tag sogar noch drei 
neue große Schirmlinge gewachsen. Also hat meine Mutter ein Pilzgericht aus den Resten der 
Riesenbovisten gemacht.
Nach dem Putzen
Das Gericht mit Kräutern und Sahne war wirklich lecker. Der Bovist hat allerdings einen ganz anderen pilzigen Geschmack, als beispielweise Champignons oder Pfifferling. Anders, aber sehr lecker.


Pilzgericht vom Riesenbovist

Achso: Bitte missachtet die schmutzigen Fingernägel auf Bild 3 - wir kamen direkt aus dem Wald und hatten uns die Finger noch nicht richtig gewaschen.

Freitag, 4. Oktober 2013

Selbstgesuchte Pilze: Schnitzel vom Riesenbovist


 














Alles begann damit, dass eine Freundin meiner Mutter ein paar riesige Pilze fand. Muttili, die ja Ahnung vom Pilze suchen hat und schon seit einigen Jahren im Herbst durch die Wälder streift, befand diese als essbar und schwupps wurden sie mitgenommen. 
Die großen runden Pilze sind Riesenboviste, die relativ gefahrlos gesammelt werden können, da man sie nicht verwechseln kann. Obwohl meine Mutter seit einigen Jahren wieder sammelt, hat sie noch nie Riesenboviste gefunden. Unser Exemplar (das große auf dem Foto) hatte "nur" 600 g, das Exemplar der Freundin meiner Mutter hatte sogar gigantische 2,6 kg.
Heute bin ich zum ersten Mal mit auf die Pilzsuche gegangen. Wir haben drei Riesenboviste gefunden, von denen zwei leider schon schlecht waren. Aber ein kleineres Exemplar war noch in bestem Zustand. Außerdem haben wir Riesenschirmlinge gefunden, die aber im Vergleich zu den Bovisten überhaupt nicht groß aussehen.

Da der große Riesenbovist schon seit einigen Tagen im Kühlschrank lag, haben wir erstmal daraus ein leckeres Abendessen gemacht. Wie ein Wiener Schnitzel werden die Pilze paniert und dann gebraten. Dabei schrumpfen sie etwas, vor allem in der Mitte, daher sollte man den Pilz in dicke Scheiben schneiden. Im Allgemeinen schmecken die panierten Pilze wenig nach Pilz, aber sie sind trotzdem richtig lecker. Je dicker die Schreiben sind, desto mehr schmeckt das Schnitzel nach Pilz, aber es braucht länger zum Braten. Wir haben außerdem zwei Scheiben in Mehl gewendet und einige "pur" gebraten, aber paniert schmeckten sie viel besser. 

Ich freue mich schon auf morgen: Da machen wir von dem Rest der Boviste ein Pilzgericht und die Schirmlinge werden einfach in der Pfanne gebraten.
panierter Riesenbovist
Riesenbovist mehliert und pur gebraten


Dienstag, 24. September 2013

Bento # 25

 Für mich hat die Zeit in der Schule begonnen. Also ist es wieder Bentozeit, da ich mich nicht immer aus der Cafeteria ernähren möchte. Und beim Seminar gibt es nicht mal eine Cafete.
Nach so langer Zeit das erste Bento - daher gings für mich zum Ursprung zurück: Es gab gebratene Hähnchenrollen mit Gemüse. Die habe ich schon einmal 2009 im Bento "Null" gemacht. Ich verwende nicht wie im Originalrezept von Nekobento Minutensteaks vom Schwein, sondern normale Hähnchenbrust. Die wird dann längs halbiert, in Frischhaltefolie eingewickelt und mit einem Topf platt geklopft. Das funktioniert super. Diesmal habe ich etwas zu wenig geklopft, daher waren die Steaks nicht breit genug, um das Gemüse ganz zu umwickeln. Daher musste ich die Rolle zunächst mit Zahnstochern fixieren, dann panieren und braten. Danach hält die Form, auch wenn das Fleisch an einigen Stellen das Gemüse nicht ganz umschließt. Dazu gab es Reis mit Furikake, Rohkost (mit leckeren gelben, rumänischen Tomaten) und Weintrauben.

Samstag, 21. September 2013

Rezeptlink: "Hilfe bei Brotnot" - Das Bierbrot

Wie ich anhand der Klickzahlen sehe, erfreut sich nach wie vor der Schoko-Bier-Kuchen größter Beliebtheit. Daher möchte ich euch auf ein fantastisches Rezept für ein schnelles Bierbrot hinweisen, das ich beim Bierkanal auf youtube gefunden habe. Das Brot wird mit einem halben Liter Bier gebacken, ist daher super feucht (lecker - so liebe ich es ja) und bleibt lange saftig. Es schmeckt besonders wenn es frisch ist stark nach Bier. Deshalb solltet ihr euch ein gutes Bier fürs Backen aussuchen und das Brot tatsächlich ganz auskühlen lassen. Wer Brot weniger nass mag, sollte zum Reagenzglas (0,33 l Flasche) greifen. Der Hefeteig muss übrigens tatsächlich nicht ruhen: Einfach alle Zutaten in eine Schüssel werfen, vermischen, in die Kastenform und für eine gute Stunde in den Ofen. Funktioniert einwandfrei.
Das Brot ist natürlich nichts für Kinder, aber als Erwachsener und Brotliebhaber erfreut mich doch der alternative Geschmack.




Hier ist nochmal eine Liste der Zutaten mit ein paar kleinen Änderungen meinerseits, denn im Video sieht mal sie nur kurz und youtube ist in letzter Zeit etwas zickig beim Spulen. Ich gebe immer etwas Auszugsmehl hinzu und knete den Teig mindestens 5 Minuten, damit das Brot sich später besser schneiden lässt (das Mehl entwickelt dann eine bessere Klebefähigkeit).
  • 400 g Vollkornmehl
  • 100 g Weizenmehl Type 405
  • 100-150 g Körner (Sesam, Leinsamen, Hanfsamen...)
  • 2 El Apfelessig
  • 1 Würfel Hefe
  • 2 Tl Zucker
  • 1-2 Tl Salz
  • 0,5 l Bier
  • Haferflocken zum Bestreuen

Samstag, 17. August 2013

Rezept: Schichtdessert mit Quark, Löffelbisquit und Beeren

In der vergangenen Woche habe ich wieder Rezepte aus der Zeitschrift slowly veggie! VEGETARISCH KOCHEN FÜR DIE SEELE ausprobiert. Eines davon - mal wieder Schichtdessert mit Heidelbeeren - hat mir besonders gut gefallen, daher poste ich es hier mal schnell. Das Rezept ist sehr einfach, es sollte aber eine Stunde im Gefrierfach stehen, damit es leicht anfrieren kann. Geht auch ohne anfrieren, aber mit ist es auch gut.



Rezept für vier Portionen:

  • 250 g Quark mit 20 % Fett
  • 120 ml Kokosmilch
  • 50 g Kokosraspeln
  • 50 g Puderzucker
  • 30 g Löffelbisquit
  • 300 g Beerenfrüchte (am besten frisch, aber TK geht auch)

1) Quark, Puderzucker, Kokosraspeln und Kokosmilch verrühren. 

2) Nun abwechselnd zerbröselnden Löffelbisquit, Beerenfrüchte und Quarkmasse schichten. Bitte nehmt dafür eine sehr kleine Schüssel oder ein Trinkglas. Ich habe normale Dessertschüsseln verwendet und so nur zwei Portionen erhalten, die viel zu groß waren, um sie auf zu essen. Das Dessert ist nämlich sehr mächtig. 

3) Obendrauf etwas garnieren - mit Beeren und Kokosflocken. 

4) Die Schälchen für eine Stunde ins Gefrierfach stellen. Fertig!!!

TK-Heidelbeeren
Quark-Kokos-Mischung
Löffelbisquit

Dienstag, 13. August 2013

Testbericht: Mango Mochi


Mir ist mal wieder aufgefallen, dass ich schon sehr, sehr lange nichts mehr getestet habe. Und das sogar, wo seit neustem zwei Pakete mit Reiskuchem in meinem Schrank warten. Also gibts es jetzt auf der Mochi-Testseite den Test über eine neue abenteuerliche Geschmackssorte Mango. Also wie gehabt: Auf den Link klicken und dann runterscrollen - ist alles alphabetisch geordnet.


Donnerstag, 1. August 2013

Getränkerezept: Caipirinha-Limonade

Bevor ich mich gleich aufmache zum Lernen gibt es hier noch ein supereinfaches, schnelles Rezept für Caipirinha-Limonade. 

Als ich heute morgen aus dem Fenster blickte, strahlte mich die Sonne direkt an. Und ich muss lernen... schöne Sch****. Wenigstens was sommerliches zum trinken wäre schön, dachte ich mir. Da ist die Assoziation zu Cocktails nicht weit. Aber Alkohol und Lernen passt nicht zusammen. Mit Limetten, Rohrzucker, etwas Rum (optional) und Kraneberger lässt sich allerdings auch was leckeres zaubern.


Rezept für etwa 700 ml:

  • 700 ml Wasser (ich bevorzuge Leitungswasser, aber das geht bestimmt auch mit Sprudel)
  • 1 Limette
  • 1 Tl braunen Rohrzucker
  • Süßstoff nach Belieben oder mehr vom Rohrzucker (außer ihr mögt es sauer)
  • 2 El Rum (optional)
  • Eiswürfel (optional)

Die Limette auspressen. Wasser, Limettensaft,  Rohrzucker, Süßstoff und Rum gut vermischen. In Gläser füllen und mit Limettenscheiben granieren. Eiswürfel dazu. FERTIG!

Das ist meiner Meinung nach eine schöne Alternative zu Säften (die Kalorien...), gekaufter Limonade oder stark alkoholhaltigen Getränken. Wirklich lecker. Und für Kinder oder Menschen, die gar keinen Alkohol trinken, kann man den Rum einfach weglassen.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Rezept: Kichererbsensalat

In der vergangenen Woche habe ich ein leckeres neues Rezept ausprobiert: Kichererbsensalat. Der schmeckt richtig gut bei heißem Wetter (bald soll es ja wieder heiß werden) und ist eine schöne Abwechslung zu normalem Salat, da viele andere Zutaten reinkommen und der Salat durch die Kichererbsen sehr satt macht. Durch die Limetten wird der Salat außerdem richtig fruchtig. Ich habe das Rezept aus dem Magazin slowly veggie! VEGETARISCH KOCHEN FÜR DIE SEELE und es ein bisschen abgeändert, da die Menge des Dressings meiner Meinung nach nicht genug für den ganzen Salat war.




Rezept für vier Personen als Beilage (etwa 300 kcal) oder zwei Personen als Hauptgericht (etwa 600 kcal):

geschnibbeltes Gemüse
Für den Salat:
  • 400 g Kichererbsen aus der Dose
  • 1 grüne Paprika
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Salatgurke
  • 1 Möhre
  • 30 g (geröstete) Erdnüsse
Für das Dressing:
Kichererbsen
  • 4 El Olivenöl
  • 1 El gemahlener Kreuzkümmel (ich hatte leider nur ganzen)
  • 2 Msp. - 1 Tl gemahlenes Chilipulver (je nach Geschmack)
  • 2 Msp. schwarzes Salz (weißes Salz tut es auch)
  • 2 El Rohrzucker
  • 2 Handvoll Koriander
  • 2 Handvoll Minzblätter
  • 4 Limetten
Dressing

1. Kichererbsen abtropfen lassen. Paprika waschen, erntkernen und klein würfeln. Zwieben schälen und fein schneiden. Gurke waschen und in kleine Stücke schneiden. Die Möhre schälen und raspeln. Kichererbsen mit dem Gemüse vermischen und die Erdnüsse darüberstreuen.

2. Die Limetten halbieren und ein paar Scheiben zum Garnieren beiseite legen. Den Rest der Limetten auspressen. Koriander und Minze grob hacken. Die Zutaten für das Dressing vermischen.

3. Salat und Dressing mischen. Mit den restlichen Limetten garnieren. Fertig!!!


Der fertige Salat.

Montag, 8. Juli 2013

Rezept: Erdbeerschichtdessert



Gerade haben wir ja wieder Erdbeerzeit: Das ist meine Zeit des Jahres, denn ich liebe Erdbeeren. Jede Woche gehe ich auf die Erdbeerplantage und plücke mir 2 bis 3 Kilogramm einfach nur so zum naschen (Herr V. nascht mit, auch wenn ich die Erdbeeren ganz alleine aufessen könnte).
Wenn ich die Erdbeeren nicht gerade pur vernasche, dann mache ich Erdbeermilch davon oder ein wahnsinnig leckeres, sehr einfaches Schichtdessert mit Haferflocken und Sahne. Das ist so lecker, dass ich gar nicht genug davon bekommen kann - also poste ich hier mal das Rezept.


Rezept für vier große Portionen á 300 kcal:
  • 500 g Erdbeeren
  • 200g Sahne
  • 90 g Haferflocken
  • 30 g Zucker


1. Die Erdbeeren waschen, das Grünzeug entfernen und vierteln. Sehr große Erdbeeren besser achteln. Die Erdebeeren dann zuckern und mindestens eine halbe Stunde stehen lassen, damit sie viel Wasser lassen. Je mehr, desto besser.

2. Währenddessen die Haferflocken anrösten bis sie braun werden und anfangen zu duften. Ich benutze dafür immer eine beschichtete Pfanne und röste sie ohne Öl, da die Flocken es direkt aufsaugen würden.

3. Sahne steif schlagen.

4. Nun fangt in einer Schüssel an zu schichten (ein paar Erdbeeren und Haferflocken fürs Verzieren übrig lassen): Beginnt mit den Haferflocken. Dann kommen die Erdbeeren und schließlich die Sahne. Das ganze  dannzwei Mal. Die Reihenfolge ist wichtig, denn die Haferflocken müssen durch die Erdbeeren und ihrem Saft gut durchweichen. Daher ist es auch wichtig dünne Schichten zu machen (etwa 1 cm) und mehrere übereinander (Flocken, Erdbeeren, Sahne; Flocken, Erdbeeren, Sahne).

5. Jetzt noch ein paar Erdbeeren und Haferflocken auf der oberen Sahnefläche verteilen. Dann muss das Dessert zwei bis drei Stunden ziehen, damit die Haferflocken weich werden. 
Noch ein kleiner Tipp: Erst einmal in einem Dessertteller sieht es schnell etwas angematscht aus. Daher kann man es auch gleich in vier Glasschälchen schichten. Das macht optisch natürlich gleich viel mehr her.







Dienstag, 18. Juni 2013

Testbericht: Sushi-Restaurant Sushiou IV in Köln

Meine Schwester und ich gehen ein paar Mal im Jahr zum Sushi-All-you-can-eat. Als arme Studenten können wir uns Sushi nicht oft leisten, daher machen wir dann immer All-you-can-eat, sodass wir uns durch die ganze Palette futtern können.
Bisher haben wir schon zwei andere Restaurants in Köln (Sushi Am Ring, Shokudo) ausprobiert, aber ich habe immer vergessen eine Kamera mitzunehmen. Falls wir dort noch einmal hingehen, werde ich an die Kamera denken und berichten. Vorweg sei gesagt, dass ich die beiden Restaurants sehr empfehlen kann.

Dieses Mal waren wir im Sushiou IV, weil wir uns einiges vom japanischen Grill versprachen. Das Restaurant ist in einem Industriegebiet gelegen, aber recht gut mit der U-Bahn (Haltestelle Ulrepforte) zu erreichen:

SUSHIOU IV
Bonnerwall 39-41
50677 Köln
http://www.sushiou.de/

Das Ambiente ist recht schlicht und hell - wir haben uns dort wohlgefühlt. Aber an die Gemütlichkeit vom Sushi Am Ring kommt nichts ran. Die Bedienung war freundlich und fragte regelmäßig, ob wir noch Wünsche haben.
Wenn man AYCE ( 24,99 €) macht, kann man neben dem Sushi vom Band aus einer Liste von Vorspeisen und Grillgerichten wählen sowie zwischen drei Desserts. Zum Essen haben wir Asahi- und Kirin-Beer getrunken (Getränke werden extra abgerechnet).
Und dann ging's los: Der Sushi Train bietet eine große Auswahl an Sushi, v. a. viele verschiedene Maki und Uramaki, einige Nigiri und wenige Gunkan Maki und Tempura Sushi, aber wie beim AYCE üblich nicht die ganze Auswahl der normalen Karte. Neben Sushi gibt es Seetangsalat, gefüllte Teigtaschen, Tori Karaage (gebackenes Huhn) und (ganz wichtig) Edamame. Und Bonbons gab es auch. Das wirkte irgendwie unpassend.
Das Sushi war wirklich sehr lecker. Da wir schon unsere Geschmäcker kennen, haben wir nicht wirklich alle probiert, sondern hauptsächlich Sushi mit Lachs, Avocado, Surimi und Thunfisch bestellt. Das beste Sushi des Abends seht ihr auf dem größeren Bild rechts. Leider entsprach keine der Beschreibungen auf der Karte dieser genialen Kombination aus Fisch (wahrsch. Lachs), Avocado und Soße. Bisher habe ich kein Sushi gegessen, dass so cremig war - ja cremig. Wahnsinn. Im Allgemeinen war das Sushi wirklich lecker. Es war zum Teil nur manchmal etwas zu locker gerollt, sodass das Verspeisen gerade großer Rollen - der Futo Maki beispielweise - etwas schwierig war.




Außerdem haben wir natürlich was vom japanischen Grill bestellt: Hähnchen, Wachtel, Lachs, Tintenfisch und Garnele. Bis die Bestellung fertig ist, braucht es etwa 20 bis 30 Minuten. Es war im Großen und Ganzen schmackhaft und sehr hübsch angerichtet, nur der Tintenfisch war leider gar nicht lecker. Er war hart und trocken. Die anderen bestellten Sachen waren zwar recht lecker und auch in der Konsistenz schön, aber wirklich überragend waren sie auch wieder nicht.

Vom japanischen Grill: Hähnchen
Vom japanischen Grill: Wachtel


Vom japanischen Grill: Garnele
Vom japanischen Grill: Tintenfisch

An dem Abend (Donnerstag) waren zunächst auch einige andere Personengruppen da, aber voll war es nicht. Gegen 21:30 Uhr waren wir schließlich die Letzten und das hatte einen entscheidenden Nachteil: Es wurde kein frisches Sushi mehr aufgelegt, sodass nur noch ganz schlichte Rollen auf dem Train waren und diese Runde um Runde fuhren. Daher sind wir zum Nachtisch übergegangen. Der war sehr lecker und erinnerte ein bisschen an sehr flüssigen Milchreis.

Nachspeise mit Bohnen und Kokos

Fazit: Das Sushi dort ist wirklich lecker, die Auswahl ist groß und die Bedienung freundlich. Preislich ist das Ganze noch im Rahmen und vergleichbar mit dem Sushi Am Ring in Köln (viel günstiger und auch lecker ist allerdings im Shokudo). Günstig ist es also nicht.
Schade fanden wir, dass es schon recht früh leer wurde und kein frisches Sushi aufgelegt wurde. So wurden die Teigtaschen unter den Plastikhauben schnell pappig und die Edamame waren aus. Der Abend war also etwas kürzer als geplant - wir lassen uns gerne viel Zeit und reizen die Öffnungszeiten aus. Außerdem war der Grill zwar ganz nett, aber nicht überragend. Unserer Meinung nach war die Atmosphäre dort zwar schön und das Sushi war lecker, aber für den Preis und im Vergleich zu den anderen Restaurants, die wir bisher besucht haben, gab es dort weniger andere, wirklich gute Gerichte neben dem Sushi.
Daher werden wir beim nächsten Mal wieder zum Sushi Am Ring oder zum Shokudo gehen.