Dienstag, 16. Oktober 2012

Maronentraum

Da brauchte ich letzten Freitag noch Maronen für ein Rezept von Amato und habe sie für ein Heidengeld im Supermarkt kaufen müssen. Eigentlich dachte ich, es wäre Saisonware, aber die sind wohl einfach ziemlich teuer.
Und über was stolpere ich dann am Sonntag?! Über zwei große üppige Maronenbäume. Darüber habe ich mich so gefreut, dass ich gleich mal darüber bloggen musste. Es war nur Zufall, dass ich mitbekam, dass ein Bauer in der Nähe des Hofes meiner Mutter zwei Maronenbäume auf seinem Grundstück hat. Also sind wir (eine Bekannte und ich) schnurstracks dorthin gefahren und haben gefragt, ob wir uns die Maronen aufsammeln dürfen. Und wir durften. :-) Ich allein habe 4,4 Kilogramm gesammelt.

Nachher kam der alte Mann auch noch raus und hat sich ein bisschen mit uns unterhalten. Er meinte, früher wären immer sehr viele Leute gekommen, die sich die Maronen weg gesammelt hätten. Aber heute käme niemand mehr. Auch seine Kinder und Enkel würden Maronen nicht mögen und daher würden sie immer liegen bleiben und gammelig oder platt gefahren. Das finde ich sehr schade, aber für uns war es ja Glück. Auch meine Mitbewohner mögen leider keine Maronen. Dafür habe ich jetzt einen Wintervorrat. Ich hoffe, sie werden mir nicht so schnell schlecht.

Da möchte ich Euch doch schnell noch auf eine Seite aufmerksam machen: http://www.mundraub.org/ Dort findet ihr ein Verzeichnis von öffentlich zugänglichen früchtetragenden Sträuchern und Bäumen. Ich finde die Idee super, dass dort solche Orte angegeben sind. sich Jedermann dort kostenlos bedienen kann und diese frei zugänglichen Lebensmittel nicht einfach verfallen. Da die Seite leider zur Haupterntezeit diesen Spätsommer und Herbst offline war, konnte ich die Zuverlässigkeit der Einträge für meine Region nicht testen. Und Maronen brauche ich ja jetzt nicht mehr zu suchen. Aber nächstes Jahr...

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