Sonntag, 23. Oktober 2011

Wie Frau Pieper zum Mochi kam...


Mochi bzw. Daifuku sind Reiskuchen, die häufig gefüllt und in Japan sehr beliebt sind. Grob beschrieben werden sie aus Klebreismehl und Wasser hergestellt, gefüllt und gedämpft. Danach werden sie in Stärke bzw in zur Füllung passenden Zutaten (z. B. Sesam) gewälzt, da das Mochi sehr klebrig ist. 
Mochi sind von der Konsistenz sehr elastisch, weich und dabei recht reißfest. Das bedeutet sie fühlen sich ein bisschen wie Gummi an, sind aber nicht so leicht durchzubeißen wie es der durchschnittliche Europäer von teigigen Lebensmitteln gewöhnt ist. Meiner Meinung lassen sie sich von der Konsistenz am besten mit diesen Mini-Kartoffelknödeln von Pfanni vergleichen, wenn auch der Geschmack natürlich völlig anders ist.
Bei diesen traditionellen japanischen Süßigkeiten gibt es ganz, ganz viele kleine Unterschiede (z.B. unterschiedliche Reismehlsorten für verschiedene Rezepte). Ich bin da noch nicht so versiert (daher  dürft ihr mich gerne korrigieren, wenn ich hier etwas nicht so korrekt beschrieben habe), aber wer sich mal ein bisschen in die Materie einlesen will, dem empfehle ich den Wagashi-Blog http://blog.wagashi-net.de/ bzw. die Homepage http://wagashi-net.de/. Dort geht es allgemein um Wagashi (traditionelle japanische Süßigkeiten) und ihr findet ganz viele Informationen auch über Mochi und co.

Es gibt sie in zahlreichen verschiedenen Geschmacksrichtungen, aber die ursprünglichste Form ist einfach mit Anko gefüllt. Als Anko bezeichnet man ein süßes Mus aus Azuki-Bohnen. Andere Sorten sind Grüner Tee, Sesam, Erdnuss, Taro, Marone etc. Ich habe sogar schon mal Orange gesehen, aber die sahen so giftig orange und pappig süß aus, dass ich mich nicht getraut habe sie zu kaufen.
In Deutschland kann man hauptsächlich tiefgekühlte kaufen und haltbar gemachte Mochi, die enthalten dann aber viele Konservierungsstoffe. Man kann sie auch selber machen, aber das ist auch ein ganzes Stück Arbeit.

Ein paar Hinweise für den probierfreudigen Europäer: Ich dachte zwei Jahre lang, dass ich keine Mochi mag. Das lag an zwei Dingen: Ich habe einmal haltbare Mochi mit Anko gekauft. Abgesehen von der Konsistenz, an die man sich erst gewöhnen muss, war für meinen Geschmack zu viel Anko drin. Ich mag es einfach nicht in großen Mengen. Und das zweite rosafarbene Mochi aus der Kühltheke war so süß, dass es mir fast die Zähne zusammen geklebt hat (und es war auch wieder ganz viel Anko drin).
Aber da Mochi einfach lecker aussehen, habe ich mich vor einiger Zeit an ein Paket (Marke: Mong Lee Shang aus Taiwan)gewagt, welches Mochi mit Anko, aber auch mit Sesam und Erdnuss enthielt. Und was soll ich sagen? Göttlich! Diese zwei anderen Sorten sind einfach lecker und auch nicht sehr süß. Außerdem habe ich eine koreanische Leckerei names Kyung-Dan im Tiefkühlregal entdeckt...

Zum Mochi-Testbericht



Kommentare:

  1. Oh, solche Testberichte liebe ich ja. Allerdings habe ich selbst immer eine Scheu vorm Ausprobieren, weil mich letztendlich doch die Zutatenliste abschreckt. Soviel Chemie. o_O
    Doch manchmal siegt die Neugier, und im Endeffekt isst man ja keine Unmengen davon. :-P

    Ich bin sehr gespannt auf deine selbstgemachten Kyung Dan. Klingt interessant.^^
    Liebe Grüße, Mari

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  2. Ja, das stimmt, die Zutatenlisten sind manchmal ziemlich abschreckend, vor allem wenn Inhaltsstoffe drin sind, die in Deutschland zeitweise nicht erlaubt waren( E 102), wenn ich mich nicht irre. Ich versuche dann immer nicht zu viel von diesen Produkten zu essen.

    Ich habe aber meistens auch ein bisschen Angst vor den Produkten, die ich so gar nicht kenne. Ich habe 10 Minuten vor meinem ersten Mochi gesessen, bis ich mich getraut habe rein zu beißen.XD
    Ich finde es immer schade, wenn mit etwas nicht schmeckt, weil ich keine Lebensmittel wegschmeißen möchte. Ich versuche, dann das Produkt irgendwie zu verwursten, damit es nicht schlecht wird.
    Liebe Grüße, Frau Pieper

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